| 17. September 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |

Mit dem Double Header stand am vergangenen Wochenende eines der großen Saisonhighlights der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) auf dem Programm. Am Samstag und Sonntag erwartete die Teilnehmer jeweils ein vierstündiges Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife – bei Wetterbedingungen, die unterschiedlicher kaum hätten sein können.
131 Fahrzeuge gingen am Samstag, den 12.09.2026, beim 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen an den Start. Bei milden Temperaturen zeigte sich die Eifel zunächst von ihrer gnädigen Seite. Zahlreiche, teilweise schwere Unfälle sorgten jedoch für viele Code-60-Phasen und unterbrachen immer wieder den Rennfluss.
Davon ließ sich das Max Kruse Racing-Team nicht aus der Ruhe bringen. Mit allen drei eingesetzten Audi R8 LMS GT3 EVO II konnte die Mannschaft Spitzenplatzierungen einfahren – und das nicht nur innerhalb der AT-Klasse. Für das Highlight des Tages sorgte der Audi mit der Startnummer 75 von Benny Leuchter, Dominik und Marcel Fugel: Neben dem Klassensieg in der AT1 feierte das Trio einen historischen dritten Platz im Gesamtklassement. Damit gelang Max Kruse Racing als erster Mannschaft überhaupt ein Gesamtpodiumsplatz eines GT3-Fahrzeugs mit nachhaltigem E20-Kraftstoff. Benny Leuchter zeigte sich entsprechend zufrieden: „Für uns ist das riesig. Wir sind das erste AT-GT3-Auto auf dem Gesamtpodium in einem Feld mit 27 GT3-Autos. Das macht uns sehr stolz und ich bin einfach glücklich, dass der Knoten jetzt geplatzt ist und wir auch mal kein Pech hatten.“ Auch Dominik Fugel blickt zufrieden auf den Samstag zurück: „Es war für uns ein großartiges Wochenende. Gerade der Samstag endete nach vielen Rückschlägen innerhalb der Saison auf einem verdienten Platz 3 im Gesamtfeld. Benny konnte das Auto im Qualifying auf P5 bringen und führte das Feld sogar zwischenzeitlich an.“ Bruder Marcel ergänzt: „Das Auto war dazu noch extrem gut vorbereitet und es war ein super Gefühl, das Podium mit dem Team zu feiern.“
Auch das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 11 wusste zu überzeugen. Christoph Lenz, Christian Kohlhaas und Finn Zulauf sicherten sich mit ihrem Audi R8 LMS GT3 EVO II Platz zwei in der AT1-Klasse. „Bei bestem Wetter am Samstag, mit einem bestens vorbereiteten Auto, hat es trotz vieler Doppel-Gelb-Phasen viel Spaß gemacht“, resümierte Christian Kohlhaas. Das starke Ergebnis der GT3-Flotte des Duisburger Teams komplettierte der dritte Audi (#19) mit Platz drei in der AT1-Klasse. Jan Jaap van Roon und Duncan Huisman mussten zwar zwei Stop-and-Go-Strafen hinnehmen und dadurch wertvolle Zeit einbüßen, zeigten jedoch, dass sowohl Pace als auch Performance stimmten.
Neben den drei GT3-Fahrzeugen war Max Kruse Racing am Samstag auch in weiteren Klassen vertreten. Tom Coronel beendete gemeinsam mit Simon van Roon das Rennen im Porsche Cayman GT4 (#990) auf Platz neun der Cup3-Klasse. Für den VW Golf GTI Clubsport 24h (#10) endete der Samstagslauf hingegen vorzeitig.
Die zahlreichen Unfälle des ersten Renntages spiegelten sich am Sonntag auch in der Starterliste wider: Statt 131 Fahrzeugen gingen am 13.09.2026 insgesamt 107 Teilnehmer an den Start. Zunächst blieb die Strecke trocken, bereits in der sechsten Runde setzte jedoch der erste Regen ein. Ab der Rennhalbzeit nahm dieser deutlich zu, sodass Regenreifen schließlich zur Pflicht wurden. Insbesondere die letzte Rennstunde verlangte den Fahrern alles ab. Selbst die Starkregenreifen stießen angesichts der Wassermengen an ihre Grenzen.
Für Tom Coronel und Duncan Huisman (#19) kam der Ausfall besonders bitter: Trotz eines bis dahin soliden Auftritts des Audi R8 LMS GT3 EVO II war zwei Runden vor Rennende gegen die Wassermassen auf der Strecke kein Ankommen mehr. „Es ist so ärgerlich, kurz vor Rennende die Ziellinie nicht zu überqueren. Aber die Bedingungen haben es mir nicht leicht gemacht und die Nordschleife hat mich mal wieder überrascht und eines Besseren belehrt“, so Coronel. Auch Jan Jaap van Roon erlebte gemeinsam mit seinem Sohn Simon einen schwierigen Sonntag. Ihr Porsche Cayman GT4 mit der Startnummer 990 musste das Rennen aufgrund eines Einschlags vorzeitig beenden.
Mit Respekt ging auch Teamkollege Christian Kohlhaas (#11) in seinen Stint. Für ihn war es die erste Regenfahrt mit dem GT3-Fahrzeug: „Ich bin vorher noch nie mit dem Auto bei Regen gefahren, aber es ließ sich unglaublich gut fahren und ich bin grundsätzlich gut zurechtgekommen, obwohl ich auch gegen Ende mit Aquaplaning zu kämpfen hatte.“ Gemeinsam mit Finn Zulauf und Christoph Lenz brachte Kohlhaas den Audi R8 LMS GT3 EVO II trotz der schwierigen Bedingungen sicher ins Ziel und sicherte damit erneut Platz zwei in der AT1-Klasse.
Einen weiteren Podiumsplatz für Max Kruse Racing gab es in der SPT3-Klasse (AT): Jonathan Mogotsi und Franco Fahrbach fuhren den VW Golf GTI Clubsport 24h (#10) ebenfalls auf den zweiten Rang.
Für Benny Leuchter und die beiden Fugel-Brüder im Audi R8 LMS GT3 EVO II (#75) endete auch der Sonntag mit einem Klassensieg in der AT1. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen erreichte das Trio zudem einen soliden elften Platz im Gesamtklassement. Dominik Fugel beschreibt den abschließenden Stint als besondere Herausforderung: „Es war sehr schwierig, das Auto im Schluss-Stint auf der Strecke zu halten und wir wollten unter keinen Umständen unnötiges Risiko eingehen. Umso erleichternder war natürlich dann der Klassensieg und ein solider elfter Gesamtrang.“
Der Fokus beim Team aus Duisburg richtet sich nun auf das vorletzte Polo Cup Germany-Wochenende vom 26. bis 27.09.2026. Anschließend geht es zum Saisonfinale der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie am 10.10.2026 zurück in die Grüne Hölle.
Fotos: Gruppe C Photography
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