| 27. Oktober 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |

Spannung bis zur letzten Zielflagge: Beim Saisonfinale des Polo Cup Germany am 23. und 24. Oktober auf dem Hockenheimring behauptete Luca Wieninger sich als ersten Meister der Premierensaison des Polo Cup Germany 2026. Mit einer starken Leistung über die Saison hinweg sicherte sich der Fahrer von Max Kruse Racing den ersten Meistertitel des neuen Markenpokals. Mit gerade einmal zwölf Punkten Vorsprung auf seinen Titelkonkurrenten Bradley Liebenberg gelang es dem Youngster in seiner Premierensaison den Titel für sich zu entscheiden. Gleichzeitig gewann Wieninger die Juniorenwertung und krönte damit eine herausragende Debütsaison.
Wechselhafte Wetterbedingungen, Unterbrechungen mit roter Flagge und packende Positionskämpfe machten das Finale auf der knapp 4,6 Kilometer langen Rennstrecke in Baden-Württemberg zu einer echten Zitterpartie. Zum ersten Mal in dieser Saison trat Max Kruse Racing mit vier Fahrern an: Neben Titelaspiranten Franco Fahrbach und Luca Wieninger gingen außerdem Carlos Fahrbach sowie Gaststarter Carl Collin in den 300 PS starken, baugleichen VW Polo GTI an den Start.
Bereits im ersten Qualifying am Freitag stellte das Team aus Duisburg seine Schnelligkeit unter Beweis: Franco Fahrbach sicherte sich Startplatz zwei, hinter dem frischgebackenen Tourenwagen Junior Cup Meister Moritz Groneck. Luca Wieninger qualifizierte sich als Vierter und Carlos Fahrbach komplettierte die Top 10. Carl Collin sicherte sich einen starken zwölften Startplatz in seinem ersten Qualifying überhaupt.
An der Spitze des Teamaufgebots im Freitagsrennen überzeugte Franco Fahrbach mit einer starken Rennleistung und fuhr als Dritter auf das Podium. Wieninger folgte mit weniger als einer Sekunde Rückstand auf seinen Teamkollegen auf Platz vier und hielt damit seinen Titelkonkurrenten Liebenberg hinter sich. Carlos Fahrbach arbeitete sich über die Distanz von 13 Rennrunden auf Rang sieben vor. Durch einen unverschuldeten Unfall wurden Gaststarter Carl Collin gleich zu Beginn des Rennens jegliche Chancen genommen, ein voraussichtlich starkes Ergebnis einzufahren.
Im abschließenden Qualifying der Saison am Samstag, den 24.10.2026 unterstrichen die Fahrbach-Brüder erneut ihre Performance, als sie sich die erste Startreihe sicherten: Carlos Fahrbach holte sich die Pole Position vor seinem Bruder Franco. Carl Collin steigerte sich zum Vortag und stellte seinen VW Polo GTI auf einen beeindruckenden siebten Startplatz, 1,245 Sekunden hinter der Bestzeit. Für Wieninger wurde das Qualifying hingegen zur Herausforderung: Er musste das entscheidende Rennen von Startplatz 15 aufnehmen, während sein Titelkonkurrent Liebenberg von Platz acht ins Rennen ging. Auf der abtrocknenden Strecke kämpfte sich Wieninger im zweiten Rennen Position um Position nach vorne. Mit einer spannenden Aufholjagd fuhr er bis auf Rang sechs vor – und machte damit den entscheidenden Schritt zum Titelgewinn. Zwölf Punkte Vorsprung bedeuteten am Ende den Gesamtsieg in der ersten Saison des Polo Cup Germany. Mit dem Meistertitel in der Gesamtwertung und dem Erfolg in der Juniorenwertung setzte Wieninger den Schlusspunkt unter eine außergewöhnliche Rennsaison.
Carlos Fahrbach beendete das zweite Rennen auf Platz sieben, Franco Fahrbach kam als Neunter ins Ziel und sicherte sich damit Platz vier in der Meisterschaft. Für Carl Collin endete der Renntag, nach einer erneuten unverschuldeten Kollision mit einem anderen Fahrzeug, vorzeitig.
Mit dem ersten Meistertitel des Polo Cup Germany schreibt Luca Wieninger gemeinsam mit Max Kruse Racing das erste Kapitel der noch jungen Seriengeschichte. Wieninger reflektiert: „Das gesamte Team hat einen wahnsinnig guten Job gemacht und wir haben somit einfach die Meisterschaft eingefahren! Ich habe es immer noch nicht ganz realisiert, bin aber wahnsinnig glücklich.“
Das Finale am Hockenheimring zeigte eindrucksvoll, wie eng Teamleistung, Konstanz und Nervenstärke im Motorsport zusammenhängen. Während Wieninger in der entscheidenden Phase den Titelkampf für sich entschied, setzte das Team mit starken Qualifying-Ergebnissen, einem Podiumsplatz und weiteren Top-10-Ergebnissen erneut mehrere Ausrufezeichen beim Saisonabschluss. Teamchef Benny Leuchter, der den jungen Fahrern als Coach und Mentor während der Saison zur Seite stand, ist stolz auf die Leistung des gesamten Teams: „Wahnsinn! Wenn ich zurückblicke, wie wir am Anfang des Jahres begonnen haben und heute hier als erster Meister des Polo Cup Germany stehen, kann ich einfach nur sagen: Danke an jeden Einzelnen im Team für die harte und fleißige Arbeit über die gesamte Saison. Das Ergebnis heute spiegelt genau das wider und zeigt, wie wichtig Konstanz und fehlerfreie Performance sind. Nach dem Rennwochenende in Zolder hatten wir mit Franco und Luca zwei Titelaspiranten in unseren Reihen. Beide hatten zu dem Zeitpunkt das Potential die Meisterschaft für sich zu entscheiden, Luca hatte am Ende das glücklichere Händchen. Gratulation auch an Bradley Liebenberg, der eine extrem starke Saisonleistung gezeigt hat, auch auf Strecken, die für ihn Neuland waren. Wir freuen uns schon jetzt auf eine spannende Saison 2027, in der wir erneut am Polo Cup teilnehmen werden.“
Die nächste Saison des Markenpokals findet sich im kommenden Jahr im Umfeld des ADAC, wo er überwiegend im Rahmen der ADAC Racing Weekends ausgetragen wird. Fans und Zuschauer dürfen sich auf insgesamt sechs Rennwochenenden freuen, wobei der Auftakt Anfang Mai bereits das erste Highlight markiert, da der Polo Cup Germany erstmals im Rahmenprogramm der DTM (Oschersleben, 07.05. – 09.05.2027) stattfindet. An zwei weiteren Wochenenden geht es für Teams und Fahrer über die Landesgrenzen nach Österreich (Red Bull Ring, 30.07. – 01.08.2027) und Belgien (Spa-Francorchamps, 27.08. – 29.08.2027).
Fotos: Max Kruse Racing, SWOOSH Motorsport Communications, Dennis Petermann
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