| 22. Juni 2026 | Zurück zur Artikelübersicht » |

Am vergangenen Wochenende gerieten Mensch und Maschine während des sechsten Laufs der Nürburgring-Langstreckenserie bei mehr als 30 Grad Celsius Außen- und weit mehr als 50 Grad Celsius Asphalttemperatur an ihre Grenzen. 109 Teilnehmer gingen bei diesen extremen Bedingungen an den Start der 1. ADAC Eifel Trophy, bei der mehrere Ausfälle und viele Code-60-Zonen für herausfordernde vier Stunden sorgten. Am Ende konnten sich nur knapp zwei Drittel aller Teilnehmer über den Zieleinlauf freuen.
Max Kruse Racing reiste mit zwei Fahrzeugen und sechs Piloten in die Eifel und zeigte eine besonders starke Teamleistung während und nach dem Qualifying, als auf Höhe Adenauer Forst der zu dem Zeitpunkt von Christian Kohlhaas pilotierte Audi R8 LMS GT3 EVO II (#11) einen Bandenkontakt erlitt. Das Team aus Duisburg reparierte den Schaden schnell und souverän, sodass das Fahrzeug rechtzeitig in der Startaufstellung stand, bevor die Ampeln um 12:00 Uhr auf grün schalteten.
Neben Kohlhaas nahmen Christoph Lenz und Nico Otto abwechselnd hinter dem Lenkrad des GT3-Boldien Platz und sicherten sich nach 26 Runden den 18. Gesamtplatz. Für Otto war der Start in diesem Fahrzeug eine Premiere: „Für mich war es ein Traum, nach acht Jahren in der NLS endlich in einem GT3 zu sitzen. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit und das Vertrauen von Benny und dem Team. Die Bedingungen waren natürlich an diesem Wochenende extrem und es war eine Umstellung vom Golf, an die ich mich erstmal rantasten musste, aber die Nordschleife in einem der schnellsten Autos im Starterfeld zu erleben, war und ist großartig.“
In der SP3T-Klasse gingen sechs Fahrzeuge an den Start, darunter der VW Golf VIII GTI Clubsport 24h des Duisburger Teams. Die Startnummer 10 wurde von Heiko Hammel, Timo Hochwind und Team-Debütant Stephan Epp über die Nordschleife gelenkt und ging von Startplatz 1 in das Rennen. Jedoch musste sich das Trio mit dem allseits beliebten Golf der extremen Hitze nach knapp drei Stunden geschlagen geben.
Team-Mitgründer Benny Leuchter kommentiert: „Das war ein wirklich sehr heißer Renntag. Mensch und Maschine wurden hier bis an ihre Grenzen gebracht. Unser Team und unsere Fahrer haben wieder einmal hervorragend gearbeitet und alles gegeben. Leider hat uns der Technik-Teufel bei unserem Golf einen Strich durch die Rechnung gemacht, als das Tanksystem diesen extremen Bedingungen nicht mehr standhielt. Schade für die Mannschaft, die extrem gut ins Rennen gestartet ist. Unsere GT3-Debütanten dürfen sich über einen tollen achtzehnten Gesamtplatz freuen und ich persönlich blicke dem letzten Drittel der Saison ab August positiv entgegen.“
Für das nächste NLS-Rennen am 01.08.2026 bleibt abzuwarten, ob die Eifel ähnliche Wetterbedingungen für Teams und Zuschauer bereithält.
Max Kruse Racing verabschiedet sich nur halb in die Sommerpause und reist bereits am 11. und 12.07. mit drei Fahrzeugen ins belgische Zolder, um dort an den erfolgreichen zweiten Lauf des VW Polo Cup anzuknüpfen.
Fotos: Gruppe C Photography
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